Agentic AI als Wendepunkt: Neue Adobe-Studie sieht Nachholbedarf von Unternehmen bei KI-gestützten Kundenerlebnissen
26. Februar 2026
- Neue Adobe-Studie zeigt eine wachsende Nachfrage nach Agentic AI und KI-gesteuerten Erlebnissen: Mehr als vier von zehn Konsument*innen erklären sich offen, mit einem KI-Agenten einer Marke zu interagieren.
- Konsument*innen erwarten Transparenz und menschliche Interaktion bei KI-Anwendungen. Für Unternehmen sind Datenintegration und -qualität die größten Herausforderungen beim Einsatz von Agentic AI im großen Maßstab.
- Mehr Geschwindigkeit und Relevanz durch KI wird zunehmend wichtiger, denn Konsument*innen geben Marken nur wenige Sekunden, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Gleichzeitig sorgt generative KI weiterhin für deutliche Fortschritte bei Geschwindigkeit und Skalierung von Inhalten.
München – 26. Februar 2026 – Adobe, weltweit führender Technologieanbieter für Kreativität, Produktivität und personalisierte Kundenerlebnisse, hat heute neueste Ergebnisse des Adobe-Reports „KI- und digitale Trends 2026“ veröffentlicht. Die 16. jährliche globale Studie basiert auf den Antworten von 7.000 Konsument*innen und Führungskräften und untersucht, wie Unternehmen digitale Transformation und KI-Einführung angehen und wie Konsument*innen auf KI-gesteuerte und Agentic Experiences reagieren.
Laut den Ergebnissen der Studie stehen Konsument*innen Agentic AI-Erlebnissen offen gegenüber: 43 Prozent der Befragten in Deutschland (zum Vergleich: 43 % weltweit / 40 % in Europa) geben an, mit einem KI-Agenten einer Marke zu interagieren, wenn dies angeboten wird. Gleichzeitig sagen 39 % (zum Vergleich: 38 % weltweit / 42 %, dass sie sich bisher noch keine Gedanken über einen persönlichen KI-Agenten gemacht haben. Nur 25 Prozent (20 % weltweit / 27 % Europa) lehnen persönliche KI-Agenten grundsätzlich ab –großer Bedarf für weitere Überzeugungsarbeit.
Da KI-gestützte Erlebnisse zunehmend in den Alltag der Konsument*innen integriert werden, markiert die diesjährige Studie einen Wendepunkt in der Entwicklung von Agentic AI. Marken haben jetzt die seltene Chance, die Einführung verantwortungsvoll zu gestalten und die Orchestrierung, Governance und Skalierung für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.
Die Ergebnisse zeigen zudem eine wachsende Diskrepanz zwischen der Definition von KI-Erfolg durch Konsument*innen und den tatsächlichen Messgrößen der Unternehmen. Während Verbraucher*innen KI-Erlebnisse nach Vertrauen, Transparenz und Bedürfnisorientierung bewerten, konzentrieren sich viele Marken weiterhin auf Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen. Das ist ein Zeichen für eine wachsende Lücke zwischen Erwartungen und Prioritäten.
„KI ist über die Experimentierphase hinaus, aber viele Unternehmen stecken noch im schwierigen Übergang zwischen Erwartung und Umsetzung fest“, so Rachel Thornton, CMO, Adobe Enterprise. „Da sich die Erwartungen der Kund*innen verändern, müssen Marken durch Agentic AI gesteuerte Erlebnisse orchestrieren, die an jedem Touchpoint agieren und reagieren können. Jetzt ist der Moment, vom KI-Hype zu echtem Impact zu kommen und die Datenbasis, Governance und Orchestrierung zu schaffen, die für bedeutungsvolle Erlebnisse im globalen Maßstab nötig sind.“
Vertrauen und menschliche Verbindung prägen die KI-Akzeptanz
- Für viele Konsument*innen ist es bei der Nutzung von KI-Agenten wichtig, jederzeit zu einem Menschen wechseln zu können (31 % Deutschland / 31 % weltweit / 35 % Europa)
- Solange ihre Bedürfnisse erfüllt werden, ist es 36 Prozent der (46 % weltweit / 41 % Europa) der Konsument*innen in Deutschland egal, ob eine Marke KI einsetzt. 33 Prozent würden jedoch die Interaktion abbrechen, wenn sie feststellen, dass sie mit einer KI sprechen, obwohl sie einen Menschen erwartet haben (37 % weltweit / 34 % Europa).
- 49 Prozent (50 % weltweit / 43 % Europa) der Konsument*innen in Deutschland sagen, dass KI-gesteuerte Erlebnisse ihnen oft oder immer Zeit sparen, und 43 Prozent (49 % weltweit / 44 %) empfinden sie als bequem.
- 72 Prozent (70 % weltweit / 71 % Europa) sind der Meinung, dass KI-Interaktionen weiterhin menschlich und nicht wie ein Roboter wirken sollten.
Unternehmen stehen bei KI vor Umsetzungsdruck
- Unternehmen stehen bei KI vor Umsetzungsdruck: Die Begeisterung für Agentic AI ist groß, aber 77 Prozent der Unternehmen in Deutschland (75 % weltweit / 76 % Europa) nennen Datenintegration und -qualität als größte Hürden für die Skalierung. Nur 13 Prozent (16 % weltweit / 12 % Europa) haben Agentic AI unternehmensweit im Kundensupport implementiert, und lediglich 14 Prozent (13 % weltweit / 11 %) für Markenauffindung und Suche.
- Datenbasis bleibt fragil: Weniger als die Hälfte (44 % Deutschland / 43 % weltweit / 43 % Europa) halten ihre Datenqualität und -zugänglichkeit aktuell für ausreichend für KI. Nur 43 Prozent der Unternehmen in Deutschland (39 % weltweit / 40 % Europa) verfügen über eine gemeinsame Kundendatenplattform für Agentic AI.
- Generative KI beschleunigt Content-Produktion und Skalierung: Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit sagen mehr als 75 Prozent (76 % weltweit / 73 %) der Unternehmen in Deutschland, dass generative KI das Volumen und die Geschwindigkeit der Ideenfindung und Produktion von Inhalten verbessert hat. 72 Prozent (70 % weltweit / 70 % Europa) geben an, dass generative KI auch nicht-kreativen Teams die Content-Erstellung ermöglicht.
- Aufmerksamkeitsspanne von Sekunden: Konsumentinnen geben Marken nur wenige Sekunden, um Interesse zu wecken: 43 Prozent der Befragten in Deutschland (50 % weltweit / 50 % Europa) sagen, Marken hätten zwei bis fünf Sekunden, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Nur 24 Prozent (19 % weltweit / 21 % Europa) entscheiden in weniger als zwei Sekunden, ob sie sich weiter mit einer Marke beschäftigen.
- KI-gestützte Suche und Discovery auf dem Vormarsch: Ein Viertel der Konsumentinnen (23 % Deutschland / 25 % weltweit / 20 % Europa) nutzt KI-gestützte Plattformen bereits als primäres Recherche-Tool – noch vor Markenwebsites und Bewertungen. KI wird besonders geschätzt für das Beantworten von Fragen, Produktempfehlungen und Problemlösungen. 39 Prozent der Konsument*innen in Deutschland (51 % weltweit / 40 % Europa) nutzen KI-Assistenten zumindest gelegentlich als primäre Informationsquelle – ein potenzieller Wendepunkt für Recherche und Kaufverhalten im Netz.
Weitere Informationen zum Adobe AI & Digital Trends 2026 Report finden Sie unter: https://business.adobe.com/uk/resources/digital-trends-report.html.
Methodik
Für den 16. jährlichen Adobe-Report „KI- und digitale Trends“ führte Oxford Economics in Zusammenarbeit mit Adobe globale Umfragen unter 3.000 Führungskräften und Praktiker*innen sowie 4.000 Konsument*innen durch, um besser zu verstehen, wie Unternehmen KI nutzen, um Kundeninteresse zu wecken, Markentreue zu fördern und Workflows im Bereich Customer Experience zu verbessern und wie Kund*innen auf diese Veränderungen reagieren. Die europäischen Zahlen und Erkenntnisse basieren auf den Antworten von Teilnehmer*innen aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Die Umfragen wurden online und per computergestützter Telefonbefragung (CATI) von Oktober bis November 2025 durchgeführt.
Über Adobe
Adobe verändert die Welt durch digitale Erlebnisse. Weitere Informationen finden Sie auf www.adobe.de
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